Wie kann ich als Azubi Geld sparen?

Azubi Geld sparen
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Wie viel kostet ein Handy? Wie teuer ist das Leben in der Stadt? Wie viel verdient ein Steuerberater? Auf jede dieser Fragen gibt es Antworten mit der Ergänzung: “nach oben offen”. Wie teuer etwas ist, lässt sich nie pauschal sagen und ist schwer, das herauszufinden.

Aber wie spart man als Azubi so richtig?

Wie entkommt man dem “nach oben offen” und bezahlt nicht mehr als nötig, wenn doch so wenige Menschen gerne über Geld und die Kosten des Lebens sprechen? Auf diese Fragen möchten wir dir in diesem Artikel Antworten geben.

Auch, wenn man als Azubi ein sehr geringes Einkommen hat, will man auf gewissen Luxus nicht verzichten. Viele Steuerazubis besitzen ein eigenes Auto, um damit zur Arbeit zu fahren, schließen einen teuren Handyvertrag ab, um jedes Jahr das neuste Handy zu bekommen, und essen täglich in der Mittagspause auswärts.

Das geht massiv ins Geld – was aber meist kein Problem ist, denn die meisten Auszubildenden zur Steuerfachangestellten leben bei ihren Eltern.

Was aber, wenn man für seine Ausbildungsstelle das heimische Nest verlassen will oder sogar muss?

Nun, dann ist wirtschaften angesagt. Eine eigene Wohnung frisst oft die gesamte Nettovergütung eines Azubis. Da sorgt man sich zunächst, woher man Geld für Ernährung, Fahrkarte, Kommunikation und Freizeit bekommt. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch sparen kann, im Gegenteil:

Wer mit seinem Geld nur knapp auskommt, ist in der Regel sehr begabt darin, zu sparen.

Sparen als Azubi: An allen Ecken des Lebens

Im Alltag gibt es viele Möglichkeiten den ein oder anderen Euro zu sparen. Du musst dir nur über manche Punkte bewusst werden und schon kannst du automatisch die Ausgaben reduzieren.

Ohne Handy geht’s nicht?
Statt auf teure Handyverträge könntest du z.B. auf ein älteres Modell mit einer Prepaid-Karte zurückgreifen. Nein, das kommt für dich nicht in Frage?

Kein Problem! Dann schraube nur ein wenig an deinen Ansprüchen und nutze häufiger Hotspots in Cafés oder das WLAN zu Hause! Telefoniere vermehrt vom Festnetz, wenn ein Gespräch nicht dringend ist und bald wirst du sehen: Ein günstigerer Volumentarif reicht häufig ebenfalls aus!

Oder besser noch: Im DSL-Vertrag ist manchmal eine kostenlose SIM-Karte mit Volumenflatrate bereits enthalten! Frag’ doch mal bei deinem Anbieter nach, ob es nicht solch ein Angebot auch bei deinem DSL-Tarif gibt!

Oder du vergleichst die derzeitigen Tarife und findest den besten Handytarif für dich.

Beim Girokonto sparen

Die meisten Banken bieten die kostenlose Führung eines Girokontos für Studenten, Azubis und Schülerinnen und Schüler an. Du kannst darauf zwar nicht bestehen, aber frage doch mal bei deiner Bank nach, ob du dir die Kontoführungsgebühren nicht sparen kannst, wenn du nachweist, dass du noch in Ausbildung bist.

Sollte das nicht möglich sein: Traue dich und wechsle die Bank! Es gibt mit Sicherheit eine Bank in deiner Nähe, die kostenlose Girokonten für dich anbietet.

Die Wohnsituation

Ist die Wohnung zu teuer? Sparen als Azubi wird auch hier spannend: Du kannst in eine WG ziehen, wenn du ein geselliger Mensch bist. Hier trägst du einen kleineren Teil der Kosten und bist nahezu nie allein.

Ein positiver Nebeneffekt: Wenn du den Schlüssel vergisst und dich aussperrst, brauchst du keinen teuren Schlüsseldienst zu bezahlen. Du brauchst lediglich ein gutes Buch, etwas Zeit und einer deiner Mitbewohner wird schon kommen und dich hereinlassen.

Wenn du kein WG-Mensch bist, kannst du dir auch statt einer Wohnung ein Zimmer in einem anderen Haushalt suchen. Es gibt viele alte Damen und Herren, die ein Zimmer in ihrem Haus vermieten oder gar verleihen, wenn du ihnen dafür im Gegenzug beim Einkaufen, der Gartenarbeit oder einem Brettspielabend Gesellschaft leistest.
Das ist die kostengünstigste Alternative zum elterlichen Haushalt.

Aber wir warnen ausdrücklich an dieser Stelle: Besichtige solch ein angebotenes Zimmer immer gemeinsam mit einem guten Freund, niemals allein! Leider meint es nicht jeder gut mit dir.

Was beim Sparen als Azubi ebenfalls enorm hilft: Spare Strom und Heizkosten auf clevere Art und Weise! Unser ultimativer Spar-Tipp für dich: Lerne nicht zu Hause! Fahre zum Lernen in die Bibliothek. Hier gibt es guten Kaffee, eine ruhige Umgebung, kostenloses WLAN für Handy und Laptop und es ist warm und angemessen ausgeleuchtet. Das kostet dich keinen Cent.

Nur, wenn du Bücher ausleihen willst, musst du durchschnittlich 15 Euro im Jahr für einen Bibliotheksausweis zahlen. Wir garantieren dir: Günstiger lernt es sich nirgends! Selbst den Laptop und das Handy kannst du an den zahlreichen Steckdosen in der Bücherei aufladen und sparst dabei doppelt so viel Geld.

Ein eigenes Auto?

Des Weiteren ist ein eigenes Auto enorm teuer dafür, dass du als Azubi jeden Morgen ganz alleine in einem Auto, das für bis zu fünf Personen gemacht ist, zur Arbeit fährst.

Du solltest der Umwelt und deines Portemonnaies zuliebe auf ein eigenes Auto verzichten und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Das spart dir nicht nur positive Karma-Punkte, sondern auch bares Geld, das du dann für viele tolle Dinge ausgeben kannst.

Auch, wenn dir das zunächst zu umständlich erscheint: Denk an den vielen Stress, den man morgens im Berufsverkehr hat. An die Parkplatzsuche und das lästige Eiskratzen im Winter! Dagegen ist es viel entspannter, mit einem guten Buch in der Bahn zu sitzen, wenn es auch länger dauern sollte.

 

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Weitere Spar-Tipps

Sparen kannst du auch mit einer Deutschland-Card oder einer Payback-Karte. Du sparst dabei nicht aktiv bei den Einkäufen, kannst dir aber nach spätestens einem Jahr eine Belohnung wie eine Stereoanlage oder ähnliches aussuchen – und dabei sparst du den vollen Kaufpreis!

Wälze außerdem Angebotsprospekte und kaufe Samstagabend ein. Viele Lebensmittel sind ab und zu drastisch reduziert. Besonders Samstagabend, wenn das Geschäft am Sonntag geschlossen ist, bekommst du viel Obst und Gemüse in bester Bioqualität nahezu hinterhergeworfen.

Außerdem: Nutze deinen Schülerausweis! Du bekommst als Azubi nicht dieselben Rabatte wie Studenten, das ist richtig. Aber mit deinem Schülerausweis von der Berufsschule läufst du in Kinos, Schwimmbädern oder im Zoo häufig wie jeder andere Schüler auch und profitierst von netten Rabatten. Halt’ die Augen offen!

Außerdem wirst du als Bezieher von Berufsausbildungsbeihilfe vom Rundfunkbeitrag befreit! Das spart dir nochmal satte 210 Euro im Jahr!

Grenzen beim Sparen als Azubi

Im Winter ist es allerdings zwangsläufig teurer, frisch und gesund zu kochen. Ein Eisbergsalat kostet statt 69 Cent plötzlich 1,49 Euro und auch Radieschen bekommt man nicht mehr hinterhergeworfen! Beachte unbedingt, dass deine Ambitionen, Geld zu sparen, sich nicht auf eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung auswirken sollten.

Du kannst Geld sparen, indem du selbst kochst. Besser noch: Mit WG-Mitbewohnern oder einem guten Freund, den du besuchen oder dich besuchen lassen kannst. Du kannst mit einem Hygiene-Filter Leitungswasser trinken und an dieser Stelle Geld sparen.

Aber bitte spare nicht an der Qualität deines Essens. Billiges Fleisch, Mikrowellenessen und Junkfood laugen sich aus und stehlen dir wichtige Lern- und Arbeitsfähigkeit. Und das willst du nicht, oder? Verzichte lieber auf Zigaretten, Alkohol oder sonstiges teures Zeug, bevor du die Qualität deiner Nahrung unter deinem Sparen leiden lässt.

Außerdem solltest du bei einem Fitness-Studio niemals sparen. Die Anweisung von einem Trainer ist enorm wichtig und du solltest eines wählen, bei dem du gut betreut wirst. Beim Fitness-Studio gilt: Ganz oder gar nicht. Investiere lieber 50 Euro für ein richtig gutes Studio, oder suche nach Alternativen. Wie z.B. Joggen im Park, Schwimmen im Hallen- oder Freibad oder einen Sportverein.

Unser Geheimtipp: Kampfsportarten sind ein ausgezeichneter Ausgleich zu deinem sitzenden Alltag!

Die richtige Balance finden

Wichtig ist auch, dass du es insgesamt beim Sparen nicht übertreibst. Beim Sparen von Heizkosten sollst du nicht frieren. Das tut deinem Immunsystem nicht gut und du bist als Mieter verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Heizleitungen nicht durchfrieren. Drehe die Heizung im Winter immer auf den Stern, niemals auf die Null. Wenn dir trotz dickem Pullover und zwei Paar Socken kalt ist, mach’ die Heizung an! Sei es dir wert!

Wenn du Geld brauchst, kümmere dich zunächst um BAB (Berufsausbildungsbeihilfe) und / oder Unterstützung durch deine Eltern. Wenn du unter 25 bist, hast du auf mindestens eine der beiden Leistungen Anspruch.
Einen Nebenjob neben der Ausbildung auszuführen bedarf der Erlaubnis deines Ausbilders. Und glaube mir: Der wird nicht begeistert davon sein, wenn du nach deinen 40 Wochenstunden das ganze Wochenende kellnerst.

Du siehst: Es gibt unzählige Möglichkeiten, hier und da ein bisschen zu sparen. Unter dem Motto “Kleinvieh macht auch Mist” wirst du das Sparen als Azubi sicher sehr bald meistern!

Was ist mit dir? Wie sparst du dein Geld? Kommst du gut damit aus und gönnst dir etwas Luxus zwischendurch? Schreibe uns einen Kommentar oder beteilige dich an Diskussionen im Forum!

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