Personal Branding – sei deine Marke!

Personal Branding
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Heutzutage ist es wichtiger als nie zuvor, seine eigene Marke zu sein. Dabei spricht man im modernen Denglisch von Personal Branding.

Beim Personal Branding geht es darum, unvergessen und einmalig rüber zu kommen und gleichzeitig wichtige Meilensteine für die eigene Karriere zu legen.

Seien wir doch mal ehrlich: während eines Vorstellungsgespräches reicht die Zeit meist nicht aus, um einen Bewerber wirklich kennen zu lernen. Der erste Eindruck zählt und so wird ein Bewerber dann auch wahrgenommen und eingeschätzt.

Was bringt Personal Branding dem Unternehmen?

Für Steuerfachangestellte und Steuerberater kann Personal Branding eine Menge bringen.

Die Mandanten, die ins Steuerbüro kommen, fühlen sich idealerweise nach einigen Monaten oder Jahren mit ihrem Sachbearbeiter verbunden, ebenso wie sie Vertrauen zum Steuerberater aufbauen.

Je mehr „Persönlichkeiten“ in einer Kanzlei arbeiten, desto unvergesslicher wird das gesamte Unternehmen in den Köpfen der Mandanten. Dadurch bleibt auch das Interesse hoch und die Geschäfte laufen besser.

Unternehmerinnen und Unternehmer müssen sich selbst vermarkten – denn unabhängig von ihren Fähigkeiten und Qualifikationen müssen sie ihre Zielgruppen, Kunden, Mandanten oder Patienten erreichen.

Wer sich in die Köpfe der Selbstständigen und Freiberufler hineindenkt, findet schnell heraus, dass sie selbst auf Selbstvermarktung angewiesen sind.

Jeder Angestellte sollte also eine eigene, prägnante Persönlichkeit sein und dem Unternehmen etwas bringen. Wenn Personal Branding dem Geschäftsführer etwas bringt, so muss es doch auch jedem Individuum etwas bringen, das Bild des Unternehmens sozusagen gekonnt und unterstützend nach außen gestalten.

Welche Chancen bietet dir Personal Branding?

Sei’ deine eigene Marke! Verwirkliche dich selbst und mache dich unverzichtbar!

Das sind die wichtigen Botschaften, die das Personal Branding für dich bereithält. Eine Steuerfachangestellte, sei es auch eine Auszubildende zur Steuerfachangestellten, sollte sich selbst vermarkten können, um niemals im Leben an dem Punkt anzukommen, an dem man ein graues Mäuschen in einem Großraumbüro ist, das austauschbar ist wie alle anderen grauen Mäuschen.

Wenn du deine eigene Marke so früh wie möglich bildest und darüber nachdenkst,

  • wo du hinwillst
  • wie du wahrgenommen werden sollst
  • was du für eine Botschaft hast und
  • warum du unverzichtbar bist,

dann hast du mehr Karrierechancen, ein größeres Netz (bedenke, Networking ist auch wichtig!) und nicht zuletzt mehr Gehalt.

Wie bildest du deine Marke?

Neben der Bewerbung und dem, was du während eines Vorstellungsgespräches sagst, beurteilt man drei große Punkte, die nonverbal wahrgenommen und beurteilt werden:

  • Dein Gesicht und deine Hände verraten, ob du nervös oder selbstsicher Auch, ob man dich eher als ungepflegt oder gepflegt einstuft, hat mit der Reinheit der Haut und der Pflege der Fingernägel zu tun.
  • Deine Kleidung ist sicherlich angemessen, weil du dich super auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet hast. Wie du dich bewegst und in der Kleidung wohlfühlst, kann deinem Gegenüber ebenfalls etwas über dich verraten.
  • Nicht zuletzt sind Mimik und Gestik wichtig, um ein einladendes Bild abzugeben und den Job deiner Wahl zu bekommen.

Aber neben diesen Faktoren, durch die du ein bestimmtes Bild von dir projizierst, wird es zunehmend wichtiger, eine richtige Marke aus dir zu machen.

Du benötigst für deine eigene Marke

  • eine klare Botschaft,
  • qualitativ relevante Inhalte,
  • verlässliche Qualität und
  • deinen eigenen, individuellen Stil.

Das liest sich zunächst zu allgemein und zeigt dir nicht genau, wie du es umsetzen kannst. Aber wir können dir einige Inspirationen geben, wie du deine eigene Marke entwickelst.

Die klare Botschaft: Wo willst du hin?

Schon bei deinem Anschreiben der Bewerbung und im Lebenslauf muss deutlich erkennbar sein, wo du hinwillst.

Dabei musst du nicht sofort schreiben, dass du Steuerfachwirtin oder Bilanzbuchhalter werden möchtest, aber durch deinen Lebenslauf sollte sich eine klare Linie ziehen.

Dabei kannst du, wenn du eine führende Angestellte in einem größeren Unternehmen werden möchtest, auch auf Zusatzqualifikationen zurückgreifen, die du während deiner Schulzeit hattest, die dich als Führungspersönlichkeit ausweisen.

Hast du beispielsweise schon früh eine JuLeiCa (Jugend-Leiter-Card) gemacht oder in einem Schulorchester Ensembleleitung gelernt, dann erwähne das und stütze dich eher da drauf, als auf Schulpraktika oder Ähnliches.

Wichtig ist, worauf du den Fokus legst. Willst du später mit Personal zu tun haben, stütze dich auf soziale Erfahrungen. Wirst du in zehn Jahren selbst Auszubildende ausbilden, dann betone deine Lern- und Lehrfähigkeiten.

 

Qualitativ relevante Inhalte

Bei diesen Betonungen dessen, wo du hinmöchtest, musst du immer darauf achten, nur Relevantes von dir preiszugeben. Es ist heute beispielsweise nicht mehr üblich, im Lebenslauf anzugeben, wo und wann man in der Grundschule gewesen ist. Häufig ist nur noch das wirklich wichtige von Vorteil.

Hast du sehr gute IT-Kenntnisse in einem Computerprogramm, das du auf der Arbeit eines Steuerfachangestellten niemals verwenden wirst, dann lass’ es weg.

Lies dir die Jobanzeige,  sorgfältig durch und schaue welche Qualifikationen und Fähigkeiten von deinem potenziellen neuen Arbeitgeber gesucht werden. Diese solltest du herausstellen!

Achte darauf, dass deine Marke für Qualität steht und nur relevante Inhalte beinhaltet. So kannst du ein Alleinstellungsmerkmal herauskristallisieren und durch dein Personal Branding zu etwas wirklich Besonderem werden.

Sei ehrlich und verlässlich

Auch, wenn sich bestimmte Inhalte in deinem Lebenslauf besonders gut machen würden, kannst du sie nicht dazu dichten und frei erfinden. Auch ein Aufbauschen empfehlen wir nicht.

Ein zweiwöchiges, freiwilliges Praktikum bleibt ein solches Praktikum und kann nicht auf eine wichtigere Tätigkeit oder einen größeren Zeitraum ausgedehnt werden.

Ein Wochenendseminar in Microsoft Anwendungen stellt keine wertvolle Zusatzqualifikation dar, denn das Gelernte ist etwas, das “jeder kann”.

Um beim Personal Branding zu punkten, musst du ehrlich und verlässlich sein. Nichts verfälschen, dabei aber dennoch überzeugen. Plustere niemals Fähigkeiten auf, um deine persönliche Marke zu polieren und durch geschickte Selbstvermarktung weit zu kommen.

Beim Personal Branding zählt:

Wer schummelt, fliegt früher oder später auf.

Definiere deinen individuellen Stil

  • Passt deine Bluse zum farblichen Design deines Lebenslaufes?
  • Zeichnet sich deine Arbeit durch eine immer wiederkehrende, geniale Abfolge deiner Aufgaben aus?
  • Kannst du dein Gegenüber mit Worten so richtig gut lenken, sodass er dir “aus der Hand frisst”?

Jede feine Note deines Auftretens ist ein Beitrag zum Feinschliff deiner Marke.

Wer farblich interessant und harmonisch auftritt, hat eher die Chance, am Marketing teilzuhaben und das Firmenlogo zu gestalten, sollte es keine externe Firma dafür geben. Aber auch der Empfang der Mandanten wird solchen Menschen eher ans Herz gelegt, weil der erste Eindruck dank dir dann sicherlich ein sehr, sehr guter wird!

Arbeitest du besonders effektiv und strukturiert? Es kann sein, dass du neben der Vorbildfunktion, die du schnell einnehmen können wirst, an der Personaleinsatzplanung beteiligt wirst. Womöglich erhältst du früher oder später eine Stelle als leitende Angestellte, weil du neue Aufträge verteilen und das Zeitmanagement deiner Abteilung übernehmen kannst.

Bist du kommunikativ ein geniales Talent? Ein Verkaufsgenie? Dann wirst du dich am Telefon wohlfühlen und womöglich auch zu Mandanten hingeschickt werden, sollte vor Ort etwas besprochen oder bearbeitet werden. Verhandlungen werden nicht ohne dich ablaufen. Die Möglichkeiten werden dir offenstehen.

Du siehst also, es ist nicht so schwer, aus einem vermeintlich kleinen Talent eine rote Linie durch deine Karriereleiter zu ziehen und vorwärts zu kommen.

Arbeite mit deinen Stärken und mach’ daraus deinen individuellen Stil!

 

Wie sieht’s mit dir aus? Hast du eine eigene Marke, eine personal brand? Wie lief deine Karriere bisher, gibt es den berühmten roten Faden? Wir interessieren uns brennend für deine eigene Geschichte und deine Meinung, also schreibe uns gerne etwas in die Kommentare und schau’ im Forum vorbei!

Bist du auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber? Dann können wir dir vielleicht helfen, wenn du dich – ganz unverbindlich – in unseren Bewerber Fragebogen einträgst.

 

 

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