Karina – Das Warten auf das Prüfungsergebnis

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Das lang ersehnte Prüfungsergebnis – Nichts ist schlimmer, als warten zu müssen

Das habe ich in der wirklich endlos erscheinenden Zeit zwischen den schriftlichen Abschlussprüfungen und dem Tag, an dem endlich der lang ersehnte Brief von der Steuerberaterkammer ankam, absolut nachvollziehen können.

Das Warten auf das Prüfungsergebnis wurde mit der Zeit zu einer einzigen Quälerei. Aber beginnen wir mal von vorne…

Die Zeit nach der Prüfung

Zuerst ist mir ein riesiger Stein, wenn nicht sogar Fels vom Herzen gefallen. Die Angst, die sich vor der Prüfung langsam aber sicher aufgebaut hatte, war verschwunden – schließlich lag sie endlich hinter mir.

In Lübeck haben diesen Winter nur 5 weitere Auszubildende mit mir die Prüfung abgelegt, eine davon war vorher mit mir in einer Klasse. Groß diskutiert haben wir die Prüfungsfragen und mögliche Lösungen im Anschluss gar nicht, da doch zunächst die Erleichterung überwogen hat.

Wie schon in einem früheren Eintrag erwähnt, lief Rechnungswesen nicht besonders glorreich. Ich kann mich und meine erbrachten Leistungen relativ gut selbst einschätzen und war mir sicher, dass dieser Teil der Prüfung nichts war, worauf ich stolz sein konnte.

Ein genauer Termin, wann die Prüfungsergebnisse bekannt gegeben werden sollten, war leider nicht bekannt. Die mündliche Prüfung sollte in der letzten Januarwoche stattfinden.

Gemein wurde es, als eine Freundin aus Hamburg, die ebenfalls die Ausbildung zur Steuerfachangestellten machte, ihre Ergebnisse schon kurz vor Weihnachten bekam. Und in Schleswig- Holstein passierte (ihr dürft mal raten) absolut NICHTS.

Ab diesem Zeitpunkt ging es los: Ich wurde beinahe wahnsinnig – sehr zum Leid meiner Kollegen. 😉 Jeden Tag wurde die Post sehnlich erwartet und jeden Tag stieg die Enttäuschung etwas mehr, wenn wieder kein Brief der Steuerberaterkammer dabei war.

Zudem schwebte eine “Rechnungswesen- Vergeigt- Panik- Wolke” permanent über mir. Das erwartete Ergebnis dieser Prüfung wanderte in meinem Kopf von der zunächst eingeschätzten 4 zu einer 5 und der Sorge einer möglichen Nachprüfung. Immerhin wurde mir bestätigt, dass auch andere sich derart verrückt machen und mit fortschreitender Wartezeit kaum noch klar zu denken ist.[sam id=”3″ codes=”true”]

DER Tag, der das lang ersehnte Prüfungsergebnis brachte

Ich hab tatsächlich (besonders in der letzten Woche) jeden Tag den Postboten abgefangen, zum Schluss musste er schon gar nicht mehr klingeln und wusste, auf welchen Brief ich warte – Verzweiflung pur.

Natürlich hatte ich auch beinahe jede Nacht wieder absolut absurde Träume, die alle vom Ergebnis dieser Prüfung handelten.

Am 10. Januar (Freitag) war noch immer kein Brief dabei. Jetzt folgt der Höhepunkt des verzweifelten Wartens auf das Prüfungsergebnis: Samstag bin ich in die Kanzlei gefahren, natürlich nur, um nachzusehen, ob eeeeendlich der Brief in der Post war.

UND ER WAR DA! 🙂

Ihr ahnt gar nicht, wie schnell der Briefumschlag geöffnet war. Und dann folgte die allergrößte Erleichterung überhaupt: Keine grausige 5 in Rechnungswesen – unnötig in die Sorge reingesteigert. In Steuerlehre hatte ich sogar eine 1 geschafft- trotz verkürzter Ausbildung.

Was meint ihr, wie gut ich in der Nacht dann schlafen konnte? 😉

Karina

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