Girokonto für Auszubildende: Darauf ist zu achten

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Viele Jugendliche haben es schon, doch spätestens mit dem Beginn einer Ausbildung ist es notwendig: Das erste eigene Konto.

Gerade für Steuerfachangestellte ist es ein Muss, über finanzielle Angelegenheiten Bescheid zu wissen und so den Grundstein für die eigene Zukunft zu legen. Doch Girokonto ist nicht gleich Girokonto. Einige Anbieter offerieren Schülern und Studenten günstige Optionen und haben Girokonten im Angebot, die speziell auf Studenten und Auszubildende zugeschnitten sind.

Die verschiedenen Arten der Girokonten

Die Konten für Auszubildende und Studenten unterscheiden sich natürlich von den Konten der Arbeitnehmer und Selbstständigen. Die folgenden Punkte sollten Studenten und Auszubildende beachten, wenn sie ein neues Konto eröffnen möchten:

1. Ein gebührenfreies Girokonto wählen:

Auszubildende haben, ähnlich wie Studenten, in der Regel wenig Geld. Für Steuerfachangestellte fällt das Gehalt während der Ausbildung auch nicht gerade üppig aus und liegt durchschnittlich – je nach Ausbildungsjahr – zwischen 550 und 950 Euro brutto.

Einige renommierte Banken sind dazu übergegangen, monatliche Gebühren auf das Girokonto zu erheben – es ist also nicht immer ratsam, die Bank in nächster Nähe aufzusuchen, nur weil der Weg nicht weit ist.

Junge Auszubildende sollten sich nicht mit unnötigen Kosten belasten. Einige Direktbanken bieten gebührenfreie Konten für Auszubildende und Studenten an. Hier lohnt es sich immer, die einzelnen Anbieter vorab miteinander zu vergleichen.

2. Eine Kreditkarte beschaffen:

Eine Kreditkarte wirkt sich auch bei Studenten und Auszubildenden positiv aus – beispielsweise dann, wenn der erste eigene Urlaub ansteht oder eine größere Anschaffung getätigt werden soll. Auch hier lohnt es sich, die einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen und eine gebührenfreie Kreditkarte zu wählen.

3. Einen günstigen Dispo-Kredit finden:

Einige Banken und Online-Broker bieten für junge Menschen, die sich noch in der Ausbildung befinden, günstige Dispokredite an. Es sollte zwar nicht das Ziel sein, das eigene Konto ständig zu überziehen – jedoch ist solch ein Dispokredit für den Notfall eine gute Sache. Einige Banken räumen den jungen Menschen sogar einen Dispokredit von bis zu 500 Euro im Monat ein.

Bleibt das Girokonto kostenlos?

Das Konto ist bei vielen Banken an das Studium oder das Ausbildungsverhältnis gekoppelt. Ist die Ausbildung zu Ende, so wird auch das Konto auf ein kostenpflichtiges Konto umgestellt. Manche Anbieter knüpfen das Konto auch an das Alter und legen bestimmte Altersgrenzen fest.

Für Studenten und Azubis bedeutet dies in manchen Fällen, dass sie höchstens 25 oder 26 Jahre als sein dürfen, um das Konto kostenlos nutzen zu können. Ferner müssen die Kontoinhaber der Bank einen Ausbildungsnachweis vorlegen, um das Konto weiterhin kostenlos zu nutzen – hier reicht in der Regel eine Bescheinigung des zuständigen Betriebes aus, oder auch der abgeschlossene Ausbildungsvertrag.

Bargeldabhebung muss gewährleistet sein

Die meisten Azubis legen großen Wert darauf, jederzeit an Bargeld zu kommen, sobald sie welches benötigen. Dafür sollte die entsprechende Bank gut aufgestellt sein und über ausreichende Automaten verfügen, die eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld gewährleistet. Es lohnt sich daher, sich im Vorfeld über die Zahl der Bankautomaten zu informieren, bevor der Vertrag mit dem Kontoanbieter abgeschlossen wird.

Prämien und Gutschriften sind möglich

Einige Banken belohnen die neuen Kunden – so auch die Azubis – mit attraktiven Prämien und Sondereinzahlungen. Diese zusätzlichen Benefits sollten jedoch nicht das Hauptaugenmerk für einen Azubi sein, wenn dieser sein Konto eröffnet. Es gilt, steht das Kleingedruckt zu lesen, denn es ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt. So fallen einige zusätzliche Prämien nur dann an, wenn der Geldeingang monatlich bei einer festen Summe liegt.

Bei Bedarf empfiehlt es sich, das Girokonto zu wechseln

Azubis sollten sich nicht davor fürchten, das Girokonto im Zweifelsfall zu wechseln, sofern sie mit ihrem Anbieter unzufrieden sind. Solch ein Wechsel ist meist einfach zu bewerkstelligen, solange die notwendigen Fristen eingehalten werden.

Mitunter kann es auch ratsam sein, ein zweites Konto zu eröffnen – beispielsweise, wenn Azubis doch mal etwas Geld übrighaben und es zur Seiten legen wollen, um für die Zukunft vorzusorgen. Das Girokonto ist hier nicht die optimale Lösung, denn es fallen keine monatlichen Zinsen für ein Guthaben an.

Hier lohnt sich eher ein Tagesgeldkonto, denn Sparer können hier bis zu einem Prozent an Zinsen bekommen und haben zusätzlich eine Reserve für schlechte Zeiten oder anfallende Anschaffungen.

Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten

Gute Angebote für Azubis hat die DKB im Programm, die es weltweit möglich macht, kostenlos Bargeld abzuheben und zudem für Azubis eine kostenlose Visa-Card bereitstellt.

Auch die DAB-Bank bietet den Azubis eine kostenfreie Maestro-Karte an.

Azubis, welche ihr Guthaben verzinst haben wollen, sollten sich bei der Netbank ein Konto anlegen. Der Zinssatz liegt hier bei guten 1,10 Prozent, sofern monatlich Geld eingezahlt wird. Außerdem schenkt die Netbank zusätzlich zur Kontoeröffnung eine Geldprämie in Höhe von 70 Euro.

Tipp: Azubis sind gut beraten, vor einem Kontoabschluss die AGB sorgfältig zu lesen. Geschäftsbedingungen können sich immer ändern und es ist ratsam, diese lieber einmal zu viel zu lesen, anstatt unnötige Kosten davonzutragen.

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