Tobias Müller (MDS MÖHRLE) – „Bei uns stehen Mandantenzufriedenheit und Arbeitsklima an erster Stelle”

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MDS MÖHRLE ist eine der führenden multidisziplinären Kanzleien für Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung. Die anwaltliche Beratung innerhalb der MDS MÖHRLE Gruppe erfolgt durch HAPP LUTHER.

Das Unternehmen wurde 1928 gegründet und wird heute in dritter Generation geführt. Innerhalb der MDS MÖHRLE Gruppe arbeiten in Hamburg und den Niederlassungen in Berlin und Schwerin 260 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dabei haben die Berufsträger mit rund 90 Mitarbeitern einen hohen Anteil.

MDS MÖHRLE berät neben Familienunternehmen auch börsennotierte Unternehmen, vermögende Privatpersonen und Stiftungen in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Facetten ihrer unternehmerischen Betätigung. Unsere Mandanten sind in den verschiedensten Branchen wie z.B. in den Bereichen Handel, Immobilien, Maschinenbau, Chemie, Pharma, verarbeitende Industrie, Medien und Informationstechnologie sowie Lebensmittel tätig.

Tobias Müller (MDS MÖHRLE)

Tobias Müller [Steuerberater (seit 2005) und Diplom-Finanzwirt (FH)] ist seit 2001 bei MDS MÖHRLE tätig und seit 2009 Partner. Er ist u.a. verantwortlich für unsere Auszubildenden.

MDS Möhrle

Tobias Müller

Seine Tätigkeitsschwerpunkte lassen sich wie folgt darstellen:

  • Steuerliche Struktur- und Gestaltungsberatung
  • Steuerliche Transaktionsberatung
  • Immobiliensteuerrecht
  • Umwandlungssteuerrecht
  • Offene und geschlossene Fonds

Wir freuen uns sehr, dass Tobias Müller die Zeit gefunden hat, sich für unser Interview zur Verfügung zu stellen und all unsere Fragen zu beantworten!

Interview

Wie viele Auszubildende zum Steuerfachangestellten haben Sie im Augenblick?

Derzeit bilden wir sieben Auszubildende aus. Davon zwei im ersten, zwei im zweiten und drei im dritten Lehrjahr.

Wie sehen Sie grundsätzlich die Aufgabe der Steuerfachangestellten in Ihrer Kanzlei?

Die Aufgaben eines Steuerfachangestellten sind vielfältig. Darunter fallen unter anderem:

  • Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen
  • Prüfen von Steuerbescheiden
  • Bearbeitung von Finanzbuchhaltungen sowie Lohn- und Gehaltsbuchhaltungen
  • Rechtliche Klärung steuerlicher Fragestellungen
  • Auskunfterteilung an Mandanten

Welche Stärken sollte ein Auszubildender zum Steuerfachangestellten haben?

Die Ausbildung zum Steuerfachangestellten ist sehr anspruchsvoll. Für diesen Beruf ist es sehr hilfreich, wenn die Auszubildenden ein gutes Zahlenverständnis mitbringen beziehungsweise sich Zahlen und Vorgänge gut merken können. Gleichzeitig ist eine schnelle Auffassungsgabe wichtig und die Auszubildenden sollten kontaktfreudig sein und Spaß am Umgang mit Menschen haben.

Zusätzlich sollte ein Interesse an steuerrechtlichen Fragestellungen und deren Anwendung im Arbeitsalltag vorhanden sein. Die Gesetze unterliegen laufenden Veränderungen, daher ist es notwendig, sich ständig weiterzubilden. Das macht den Beruf so vielfältig, spannend und abwechslungsreich.

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Warum sollte sich ein Bewerber ausgerechnet bei Ihnen bewerben?

MDS MÖHRLE ist ein Familienunternehmen – und das spiegelt sich auch in unserem Arbeitsklima wieder. Die Mandantenzufriedenheit steht bei uns an erster Stelle. Um dies sicher zu stellen, arbeiten wir eng im Team zusammen. Das Arbeitsklima ist geprägt von Hilfsbereitschaft, einer offenen Feedback- und Fehlerkultur und selbstverantwortlichem Handeln. Unsere Auszubildenden sind dabei fest integriert.

In der 3jährigen Ausbildung erwerben die Auszubildenden Kenntnisse in den Fachgebieten Steuer- und Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Dafür durchlaufen sie während der Ausbildung verschiedene Abteilungen, um alle Aufgaben eines Steuerfachangestellten erlernen zu können.

Wir sind ein mittelständisches Unternehmen, das seine Mandanten ganzheitlich berät. Wir sind Generalisten, was den großen Vorteil bietet, einen Mandanten von A bis Z zu beraten. Dadurch ist unser Arbeitsalltag vielseitig und abwechslungsreich.

Natürlich gibt es bei uns auch Spezialisten für bestimmte Gebiete, die jederzeit um Rat gefragt werden können. Aus unserer Sicht ist jedoch ein umfassendes Wissen für das Berufsziel des Steuerberaters weit mehr Wert.

Wo und wie suchen Sie nach neuen Auszubildenden?

Wir suchen über Stellenanzeigen, die wir auf unserer Homepage, der Steuerberaterkammer, der Agentur für Arbeit und manchmal auch bei Azubiyo.de veröffentlichen.

Worauf achten Sie bei den Bewerbungsunterlagen als erstes und was veranlasst Sie, Kandidaten zum Vorstellungsgespräch einzuladen?

Die Bewerbungsunterlagen erhalten wir am liebsten per E-Mail mit einer pdf-Datei als Anhang. Wir achten bei den Bewerbungsunterlagen vor allem auf die Vollständigkeit. Das bedeutet, die Bewerbungsunterlagen enthalten ein aussagekräftiges Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und die letzten Schulzeugnisse, gegebenenfalls auch Praktikumszeugnisse.

Ein gutes und aussagekräftiges Anschreiben vermittelt, dass sich der Bewerber bereits über unser Unternehmen und insbesondere über den Ausbildungsberuf des Steuerfachangestellten informiert hat und sich sicher ist, diesen ausüben zu wollen.

Wie kann Sie ein Bewerber im Vorstellungsgespräch von sich überzeugen?

Wie bereits bei den Bewerbungsunterlagen ist es auch im Vorstellungsgespräch wichtig, uns zu überzeugen, dass der Bewerber weiß, was auf ihn zukommt. Dabei sollte er vermitteln, dass er motiviert ist, diesen Weg mit uns zu gehen.

Wie ist die Betreuung der Azubis in Ihrer Kanzlei organisiert?

Ich bin in der Kanzlei der verantwortliche Partner für alle Auszubildenden und somit Ansprechpartner für jegliche Belange. Die Ausbildung beginnt in meiner Abteilung. Hier werden alle Grundlagen vermittelt. Im Anschluss wechseln die Auszubildenden in andere Abteilungen mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten und unterschiedlichen Mandanten. Dabei werden die Auszubildenden auf jeder Station einem festen erfahrenen Mitarbeiter zugeordnet. Durch die räumliche Nähe zumeist in einem Zweier-Büro mit dem jeweiligen Ansprechpartner sind die Auszubildenden gut eingebunden und haben die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen. Die Ausbildungsbetreuung achtet darauf, dass alle für die Ausbildung wichtigen Bereiche erlernt werden.

Was sind die Aufgaben der Auszubildenden in Ihrer Kanzlei? Wann tragen sie wie viel Verantwortung?

Die Auszubildenden werden in alle Aufgaben, die anfallen und dem Ausbildungsziel dienen, mit einbezogen. Die Verantwortung und Selbstständigkeit bei der Bearbeitung der übertragenen Aufgaben steigt mit den Ausbildungsjahren. Damit wir wissen, ob unsere Auszubildenden sich wohl fühlen und das vermittelte Wissen auch erlernt wurde, führen wir regelmäßige Feedbackgespräche durch.

Konnte Sie ein Auszubildender zum Steuerfachangestellten schon einmal wirklich überraschen – im positiven oder im negativen Sinne? Wenn ja, wie?

Ich wurde bereits positiv von Auszubildenden überrascht, indem sie sich selbstständig einen komplexen Fall erarbeitet und dabei sehr viel Eigeninitiative gezeigt haben. Eine hohe Eigenmotivation wird auch belohnt, indem wir in solchen Fällen bereits während der Ausbildungsphase überlegen, wie man die berufliche Karriere dieses Mitarbeiters fördern kann.

Aber es gibt leider manchmal auch negative Beispiele. So hatte eine Auszubildende trotz exzellenter Schulnoten Schwierigkeiten, theoretische Sachverhalte aus der Berufsschule im Rahmen ihrer Arbeit umzusetzen. Das hat mir gezeigt, dass die umfangreichen Inhalte der Ausbildung nicht durch pures Lernen erschlossen werden können. Eine schnelle Auffassungsgabe, ein gutes Verständnis für Zahlen und die Fähigkeit zum logischen Denken sollten bei den Auszubildenden vorhanden sein.

Was ist Ihnen wichtiger? Gute Berufsschulnoten oder gute Leistungen in der Kanzlei?

Wir sind der Meinung, dass das Eine das Andere bedingt. Die Ausbildung steht bei uns auf zwei Säulen. Ist die eine Säule kürzer als die andere, hängt die Ausbildung schief. Wir achten darauf, dass unsere Auszubildenden sowohl gute Leistungen in der Kanzlei als auch in der Berufsschule erzielen können.

Gibt es kritische Punkte in der Ausbildung, an denen viele Azubis Schwierigkeiten bekommen?

Wir konnten bisher keine typisch kritischen Punkte feststellen, die für die Gesamtheit der Auszubildenden bestehen. Jedoch sehen wir bei Auszubildenden, die direkt von der Schule kommen, dass der neue Tagesablauf und die Aufgabenstellungen noch ungewohnt sind. Wir empfehlen daher, vorab ein Praktikum zu absolvieren. Dabei bekommt der Praktikant bereits einen ersten Einblick in den Berufsalltag und kann besser einschätzen, ob eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten den Vorstellungen und Neigungen entspricht.

Was könnte an der Ausbildung zum Steuerfachangestellten verbessert werden?

Wir sind der Meinung, die Ausbildung zum Steuerfachangestellten sollte möglichst breit und umfassend aufgestellt sein. MDS MÖHRLE bildet nur für den eigenen Bedarf aus und wir investieren viel Zeit in die Ausbildung. Ziel ist es, gut ausgebildete Mitarbeiter langjährig an unsere Kanzlei zu binden.

So wurde z.B. ein Arbeitskreis für Auszubildende eingeführt, der von einem ehemaligen Auszubildenden geleitet wird. Dort wird neben fachlichen Themen auch die Präsentation von eigenen Vorträgen trainiert. Damit haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht. Insbesondere unterstützt dies unsere Auszubildenden bei der mündlichen Prüfung unter anderem durch ein souveränes Auftreten.

Wenn Sie Azubis einen Tipp mitgeben könnten, welcher wäre das?

  • „Zeigen Sie Eigeninitiative und trauen Sie sich, Fragen zu stellen und nach spezifischen Aufgaben zu fragen, die Sie in Ihrer Ausbildung weiterbringen.“
  • „Sprechen Sie Probleme offen an und äußern Sie Ihre Wünsche. Denn nur so kann auf Ihre Bedürfnisse eingegangen und Probleme können kurzfristig gelöst werden. Wir freuen uns immer über konstruktives Feedback!“

MDS Möhrle

An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an Herrn Müller für dieses ausführliche und äußerst interessante Interview. Wir sind uns sicher, dass unsere Leser dies sehr interessieren und ihnen bei der Bewerbung helfen wird.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Hier geht es zur Internetseite von MDS MÖHRLE

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