Soziale Netzwerke – Was es zu beachten gilt

Soziale Netzwerke
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Soziale Medien bieten dir die Möglichkeit, Beziehungen zu anderen zu pflegen und Informationen auszutauschen. Für viele gehört die tägliche Nutzung von Facebook, Twitter und andere Social Media längst zur täglichen Routine.

Damit du ohne Bedenken im World Wide Web unterwegs sein kannst, möchten wir dir in diesem Artikel wichtige Hinweise zur Nutzung geben, die du unbedingt beachten solltest.

Welche sozialen Netzwerke gibt es?

Der Klassiker – Facebook

Facebook wird durch das gleichnamige Unternehmen Facebook Inc. betrieben und die meisten von euch haben mit hoher Wahrscheinlichkeit ein eigenes Profil.

Mehr als 1,4 Milliarden Menschen verwenden Facebook, um mit dem, was ihnen wichtig ist, in Verbindung zu bleiben, und mehr als 900 Millionen Menschen rufen Facebook täglich auf.

Kein Wunder also, dass auch Firmen Facebook längst als Plattform für sich entdeckt haben. Wo sonst erreicht man so viele Menschen gleichzeitig? Regelmäßige Informationen zu Steuerazubi findest du hier.

Instagram

Instagram ist eine Foto-App mit deren Hilfe du Bilder von dir bearbeiten und anschließend auf Facebook beispielsweise teilen kannst.

Natürlich kannst du sie auch direkt und nur in der App teilen und auch Fotos anderer bewundern. Du kannst Freunden, Promis oder auch Unternehmen folgen und bist ähnlich wie bei Facebook “up to date”.

Instagram besticht vor allem durch seine Benutzerfreundlichkeit und erfreut sich großer Beliebtheit.

Twitter – das zwitschernde Vögelchen

Twitter bedeutet übersetzt „Gezwitscher“ und ist ein Dienst von Twitter Inc. Es funktioniert ebenfalls ähnlich wie Facebook.

Als angemeldeter Nutzer kannst du sogenannte Tweets verbreiten (zwitschern) und Freunde finden. Tweets sind Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen.

Wie bei Facebook kannst du diese Beiträge mit deinen Followern Retweeten – also teilen. Und auch Steuerazubi zwitschert mit ;-).

XING – das Business Netzwerk

XING ist ein soziales Netzwerk für Unternehmen, leitenden Angestellte, Wissenschaftler, Akademiker und Freiberufler – also auf die berufliche Karriere ausgerichtet.

Im Gegensatz zu Facebook beispielsweise konzentriert sich XING außerdem auf den deutschsprachigen Raum. Auf dieser Seite können Profile von einzelnen Personen, sowie von Unternehmen erstellt werden.

Sie dient primär der Pflege und dem Ausbau von geschäftlichen Beziehungen. Es können Jobs angeboten und gesucht werden. Mitglieder tauschen sich in Fachgruppen aus und suchen nach Aufträgen, Kooperationspartnern und Events.

LinkedIn – Was ist das?

Das globale Pendant zu XING ist LinkedIn. Das Internetunternehmen mit Sitz in Kalifornien zählt mit über 400 Millionen registrierten Mitgliedern in mehr als 200 Ländern zu den meistbesuchten Internetseiten.

Das Prinzip von LinkedIn ist ähnlich dem von XING. Es dient ebenso der Pflege und dem Ausbau von geschäftlichen Beziehungen. Ebenso können Produkte der eigenen Firma beworben, Stellenangebote erstellt und Diskussionsgruppen beigetreten werden.

Snapchat – der neuste Trend

Der Name der jüngsten Messaging App setzt sich aus den Wörtern “Schnappschuss” (Snapshot) und “Plaudern” (Chat) zusammen. Sie bietet den Usern die Möglichkeit Bilder zu versenden, die nach max. 10 sek wieder verschwinden.

Das Versenden der Fotos ist allerdings nur die Grundfunktion – quasi die Spitze des Eisbergs. Es gibt einige Zusatzfunktionen, wie das Erstellen einer gesamten Story, dem virtuellen Poesie Album oder das Hinzufügen von verschiedenen Smileys und Filtern.

Snapchat wird immer beliebter und für Firmen gehört es inzwischen auch zum guten Ton ein Snapchat Account zu haben.

 

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Die Nutzung der sozialen Netzwerke

Selbstdarstellung im Internet

Zunächst solltest du dir überlegen, ob wirklich jeder alles über dich wissen sollte. Natürlich ist es schön, sich mitzuteilen. Doch was hält dein potentieller Arbeitgeber von deinen wöchentlichen Partyfotos? Bevor du wild dein halbes Leben auf Facebook oder Twitter postest, musst du dir Gedanken machen, welches Bild du von dir erzeugen möchtest. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr.

Privatsphäre und Datenschutz

Um soziale Netzwerke zu nutzen und aktiv zu werden, musst du im ersten Schritt ein Profil von dir anlegen. Bereits bei diesem Schritt gibst du eine Menge Daten wie zum Beispiel Namen, E-Mail Adresse, Geburtsdatum und so weiter preis.

Es empfiehlt sich gleich zu Beginn die Datenschutzrichtlinien des Anbieters zu überprüfen.

Sind die in das Netzwerk gestellte Beiträge für alle sichtbar, also öffentlich? Das solltest du beispielsweise auf einen bestimmten Personenkreis wie deine Freunde beschränken. Welche Rechte räumst du dem Seitenbetreiber ein? Was passiert mit deinen Bildern und deinen Daten? Was passiert mit deinen Daten wenn du dein Profil löschst?

Die Nutzung der sozialen Netzwerke scheint zunächst kostenlos. In Wirklichkeit bezahlst du sie allerdings mit Informationen über dich, die für andere Unternehmen zu Werbezwecken bares Geld wert sind.

Des Weiteren solltest du keine Freundschaftsanfragen von Personen annehmen, die du nicht kennst. Cyberkriminalität ist stark im Kommen. IT-Kriminelle könnten zum Beispiel ausspionieren wo du wohnst und wann du im Urlaub bist oder dir dubiose Links schicken.

Am Arbeitsplatz

Gerade als Steuerfachangestellte mit Zugriff auf einen internetfähigen Computer ist die Verlockung groß, die Arbeitszeit mit privaten Amüsement zu füllen. Doch ist das überhaupt erlaubt?

Grundsätzlich gilt: Die unerlaubte Nutzung des Internets für private Zwecke – insbesondere während der Arbeitszeit – stellt einen Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten dar. Außerdem riskierst du einen Virenbefall und daraus folgend Schadenersatzforderungen.

Unter Umstände kann das harte Konsequenzen für dich haben. Von einer Abmahnung bis hin zur außerordentlichen Kündigung ist alles möglich. Wobei eine außerordentliche Kündigung wohl eher die Ausnahme darstellt. In der Regel muss zuvor abgemahnt werden.

Einige Arbeitgeber sperren vorsorglich verführerische Seite wie Twitter, YouTube, Ebay und ähnliche. Dagegen ist rein rechtlich nichts einzuwenden.

Doch darf der Arbeitgeber das Surfverhalten seiner Mitarbeiter ausspähen? Bei einem konkreten Verdacht darf beispielsweise der Browserverlauf ausgewertet werden. Eine dauerhafte und systematische Überwachung ist hingegen verboten.

Es ist auch nicht selbstverständlich, dass du während deiner Pause uneingeschränkt das Internet nutzen darfst. Du solltest feststellen, ob es diesbezüglich Regelungen in deiner Kanzlei gibt.

Und kann das geliebte Handy zu Problemen am Arbeitsplatz führen?

Prinzipiell hat dein Chef das Recht, die Handynutzung während der Arbeitszeit zu beschränken beziehungsweise ganz zu verbieten.

Allerdings muss dies in Übereinstimmung mit den Arbeitnehmerinteressen sein und nicht willkürlich geschehen.

Zum Beispiel muss eine Mutter für Notfälle erreichbar sein und es wäre überzogen, ihr ein ausnahmsloses Handyverbot aufzuerlegen.

Letztlich musst du dich an die Vorgaben in deiner Kanzlei halten. Es wird von Chef zu Chef anders gesehen und gehandhabt. Ein Gespräch kann diesbezüglich auch für Aufklärung sorgen.

Virtuelle Freundschaften mit Chef, Mandanten und Kollegen

Hast du schon mal Freundschaftsanfragen von Kollegen, Mandanten oder deinem Chef erhalten oder versandt? Ist das eine gute Idee oder solltest du das lieber lassen?

Auf sozialen Netzwerken gibst du – wie bereits erwähnt – einiges an privaten Informationen preis. Du solltest dir daher genau überlegen, in welchem Umfang du privates mit der Arbeit vermischen möchtest. Dein Chef oder eure Mandanten erfahren unter Umständen Dinge von dir, die dir im Nachhinein peinlich sein oder sogar ernsthafte Konsequenzen haben könnten.

Von dir aus solltest du also keine Freundschaftsanfragen verschicken. Wenn der Chef oder andere das tun, bewegst du dich auf dünnem Eis.

Nimmst du sie nicht an, kann dich das in schlechtes Licht rücken und die andere Person könnte gekränkt sein. Nimmst du sie an, musst du aufpassen, was du postest – aber das solltest du so oder so. Bei Facebook hast du die Möglichkeit einzustellen wer was sehen kann. Wenn du deinen Chef in der Freundesliste hast, solltest du vielleicht deine Privatsphäre Einstellungen überprüfen und anpassen.

Es wäre denkbar unvorteilhaft, wenn du einen Tag krank bist, weil du den Abend zuvor ordentlich gebechert hast. Ein Freund postet dir etwas Passendes auf die Pinnwand, dein Chef oder ein Kollege liest selbiges und schon ist der Ärger vorprogrammiert.

Kurz und knapp – 10 Tipps für den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken

Zum Abschluss kannst du dir nachfolgend noch einmal einen Überblick über die wichtigsten Spielregeln verschaffen:

  • Verrate niemals deinen derzeitigen Aufenthaltsort und wann du im Urlaub bist.
  • Mache keine Äußerungen, die du nicht auch in der realen Welt tätigen würdest.
  • Halte deine Freundesliste klein und nimm keine Freundschaften von unbekannten Personen an
  • Passe die Einstellungen deiner Privatsphäre an.
  • Das Internet vergisst nie. Sei zurückhaltend mit deinen Informationen.
  • Verwende sichere Passwörter wie zum Beispiel ganze Sätze mit Zahlen, Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung.
  • Vermeide Freundschaften mit Kollegen, Mandanten und Chefs.
  • Poste keine obszönen Partyfotos oder andere peinliche Bilder und Statusmitteilungen.
  • Sei vorsichtig, welche Links du anklickst.
  • Vermeide Ortungsfunktionen wie die „Freunde in meiner Nähe Funktion“ von Facebook.

Wenn du die Regeln beachtest und das Internet sorgsam nutzt, kann es dir eine Menge Freude bereiten und dir auch sehr nützlich sein.

Doch wie stehst du zur Nutzung von sozialen Medien und in welchem Umfang nutzt du diese? Uns interessiert deine Meinung und deine bisherigen Erfahrungen. Schreib uns doch in den Kommentaren oder im Forum.

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